Validation – Kommunikationstechnik im Umgang mit Demenz-Kranken

Demenz gehört zu den Krankheiten, über die man in unserer Gesellschaft viel spricht und viel hört. Jedoch bleibt diese Krankheit heutzutage noch relativ wenig erforscht und wenn wir ganz ehrlich sind, wissen wir recht wenig darüber. Erst wenn in der eigenen Familie jemand an Demenz erkrankt und zum Pflegefall wird, setzt man sich mit dem Thema auseinander.

Demenz Symptome können eine sehr lange Zeit von den Angehörigen unbemerkt bleiben oder schlicht nicht ernst genommen werden. Diese Erkrankung verläuft meist schleichend und tritt überwiegend bei den älteren Menschen auf. Es fängt in der Regel damit an, dass Menschen bestimmte Kleinigkeiten im Alltag vergessen: die Namen von Angehörigen und Bekannten, das eben Gesagte oder Gehörte, wo man seine Lesebrille oder den Autoschlüssel liegen gelassen hat. Man sollte bei den ersten solchen Anzeichen noch keinen Alarm schlagen, denn sowas kann wirklich jedem passieren. Sollten die Fälle sich aber häufiger wiederholen, ist es empfehlenswert dem mehr Acht zu geben. Mit dem Schwund der geistigen Leistungsfähigkeit und dem häufigen Auftreten von peinlichen Situationen ist es möglich, dass der oder die Betroffene auch öfters gereizt und aggressiv reagiert. Man wird mistraurisch, zeigt oft Angst und leidet an Depressionen. In solchen Situationen ist es für die Angehörigen wichtig, den Weg zu finden, richtig zu handeln und auf den Erkrankten einzugehen.

Validation ist eine bestimmte Kommunikationstechnik für den korrekten Umgang mit Demenz-Kranken, die von Amerikanerin Naomi Feil erfunden wurde. Es ist weniger eine Form der Therapie, sondern eine wertschätzende Grundhaltung, die Pflegekräfte bei der Pflege von Erkrankten einnehmen sollten. Den betroffenen Menschen wird dadurch ein Gefühl des Akzeptiertwerdens und der Zugehörigkeit vermittelt. An Demenz erkrankte Menschen benötigen viel Aufmerksamkeit und emotionale und körperliche Nähe. Die Philosophie von Validation beinhaltet das Vermitteln jeder Form von Nähe. Man begibt sich als Betreuer auf die Zeit- und Erlebnisebene der an Demenz Erkrankten und orientiert sich an derer Realität.

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