Senioren werden von Banken oft nur schlecht beraten

Die Menschen im Alter über 55 Jahren, besitzen rund 70% des Gesamtvermögens und verwalten 50% der freiverfügbaren Mittel. Diesen demographsichen Faktor haben auch die Banken im Fokus, allerdings nicht in jedem Fall kundenorientiert.
Der Finanzmarkt ist dicht besiedelt, es existiert ein hoher Konkurrenzdruck und viele Banken sehen daher Gewinnmaximierung als primäres und einziges Ziel, unter völliger Vernachlässigung der Kundenpräferenzen. Die Zielgruppe der Senioren hat oftmals besonders große Schwierigkeiten das breite Spektrum der Geldanlagemöglichkeiten fürs sich transparent und überschaubar zu gestalten. Daher sind sie auf eine kompetente, nah an ihren Bedürfnissen ausgerichtete Beratung angewiesen.

Bei unabhängigen Tests, stellte sich allerdings sehr häufig heraus, dass die Banken Senioren schlecht beraten und ihnen ineffiziente Angebote machen bzw. verkaufen. Einem 77 jährigen Mann wurde beispielsweise eine achtprozentige Anleihe für 20.000 Euro verkauft, allerdings wurde der Mann nicht explizit über die Laufzeit von 25 Jahren informiert. Handelte es sich bei den Testpersonen um Rentnerehepaare, so wurde die Anlage oft nur auf den Mann ausgerichtet, so dass die Frau im Todesfall nur unzureichend abgesichert wäre.
Das Kundenprofil wurde meist unvollständig abgefragt und die ausgewählten Produkte passten demzufolge selten zu den Senioren.

Solche Fälle machen die Notwendigkeit einer unabhängigen Finazberatung deutlich.
Ein gutes Pilotprojekt in diesem Rahmen ist das von Joachim Schwer gegründete Netzwerk der “Alten Hasen”. Hierbei handelt es sich um 33 Berater im Durchschnittsalter von 62 Jahren, die gezielt ältere Menschen gemäß ihren wahren Präferenzen beraten. 500 zufriedene Kunden weist das Netzwerk mittlerweile auf.

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