Die Zusatzrente auf das Eigenheim

Die lebenslange Zusatzrente auf das Eigenheim kommt, doch was genau ist das und worin liegen die Vor- und Nachteile dieser umgekehrten Hypothek? Die USA und Großbritannien haben es uns vorgemacht und nun bieten deutsche Förderbanken die Förder- Immorente auch bei uns an. Entwickelt wurde die neue Eigenheimrente von dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), die Mittel dafür wird allerdings die bundeseigene KfW- Bank vorschießen.

Zweck dieser neuen Förder- Immorente ist es den Senioren ein Zusatzeinkommen hinsichtlich der sinkenden Rentenbeiträge zu ermöglichen. Sie ist für alle gedacht, die mindestens 60 Jahre alt sind und über eine Immobilie von mindestens 100 000 Euro verfügen.

Die Prozedur der Eigenheimrente funktioniert folgendermaßen:

Der Senior kann sein Eigenheim oder seine Eigentumswohnung beleihen, das heißt er belastet sein Eigentum mit einer Grundschuld zugunsten der Bank, bleibt allerdings Eigentümer des Wohnhauses. Über einen Gutachter ermittelt die Bank den Wert der Immobilie und berechnet so eine lebenslange, gleich bleibende Monatsrente. Da dieses Verfahren ein hohes Risiko für die Banken birgt, bekommt der Kunde nicht die gesamte Summe auf die Laufzeit ausgehändigt, sondern nur 60 bis 80 Prozent des Immobilienwertes. Die Förderbanken erhalten Ihr Geld erst zurück, wenn die Senioren ins Pflegeheim ziehen oder ausscheiden, denn dann wird die Immobile verkauft oder die Erben tilgen das Darlehen des Kunden, wenn sie das Eigenheim nach dessen Tod übernehmen wollen.

Der Vorteil für Senioren besteht darin, dass sie sich ein Zusatzeinkommen sichern und zudem in ihrem Eigenheim bleiben können, wenn sie es nämlich zum Verkauf anbieten würden, müssten sie ausziehen.

Die Nachteile der Förder- Immorente gelten ausschließlich den Banken, denn diese wissen nicht wie sich die Zinsen und der Wert der Immobilie in den nächsten Jahren entwickeln werden.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar