Wenn es allein nicht mehr geht: Ambulante Pflege oder Pflegeheim?

Irgendwann wird bei den meisten von uns einmal der Zeitpunkt kommen, an dem wir nicht mehr ohne fremde Hilfe durch den Alltag kommen.

Hier stellt sich dann die Frage: Möchte ich weiterhin Zuhause leben und durch ambulante Pflege Hilfe bekommen oder entscheide ich mich doch dafür in ein Seniorenheim zu ziehen?

Eine deutliche Mehrheit der über 50-Jährigen, fast 90%, gab an, häusliche Pflege dem Wohnen in einem Altenheim vorzuziehen. Die Vorteile sind offensichtlich: Man kann weiterhin in seinem gewohnten Umfeld und in seiner eigenen Wohnung oder seinem eigenen Haus wohnen bleiben und auch der eigene Tagesablauf wird nur minimal beeinflusst.

Allerdings ist es meist gar nicht möglich die Entscheidung frei zu treffen, sondern hängt maßgeblich von dem Gesundheitszustand des Pflegebedürftigen und den finanziellen Verhältnissen des Einzelnen ab.
Pflegeheime können beispielsweise einen viel größeren Leistungsumfang dadurch bieten, dass alle Dienste stationär ausgeführt werden können. Bei der ambulanten Pflege sind einige Pflegedienste in dem Umfang gar nicht erst möglich oder würden untragbar teuer werden.

Für Personen, deren Pflegestatus von der Versicherung anerkannt wurde, bedeutet die ambulante Pflege allerdings keine Mehrkosten, sondern wird sogar noch von der Bundesregierung unterstützt.
Ein weiterer Vorteil des Lebens im Altersheim ist die soziale Einbindung. Viele Senioren müssen eine stetige Verkleinerung ihres Freundeskreises erfahren, dem durch ein Leben im Altersheim entgegen gewirkt werden kann. Denn in Seniorenheimen wohnen nicht nur Menschen im gleichen Alter, sondern auch die Kontaktaufnahme wird durch gemeinsames Essen und Unternehmungen erleichtert.
Wer trotz hoher Pflegebedürftigkeit, doch nicht endgültig aus seinen eigenen vier Wänden ausziehen möchte, hat immer noch die Möglichkeit teilstationäre Pflege in Anspruch zu nehmen, bei der die Pflege in einer stationären Einrichtung vorgenommen wird, wenn die häusliche Pflege nicht mehr ausreicht. Häufig werden die Fahrkosten dabei auch von der Pflegeversicherung übernommen.
Im Allgemeinen sollte immer genau bestimmt werden, welche Pflegeleistungen benötigt werden und ausgehend davon entschieden werden, ob ambulante Pflege ausreicht oder ein Umzug ins Pflegeheim doch sinnvoller ist.

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